Delegationsreise nach Zypern – 9.-12.10.16 |
Mit einer Delegation des EU-Ausschusses besuchte Christoph Bergner Anfang Oktober Zypern. Die Mittelmeerinsel, die seit 2004 zur EU gehört, ist defacto geteilt. Im Süden mit der Republik Zypern, die seit 1974 keine Herrschaftsgewalt über den Norden hat, wo die "Türkische Republik Nordzypern" ein von der internationalen Staatengemeinschaft mit Ausnahme der Türkei nicht anerkanntes Herrschaftsterritorium etabliert hat. Die dazwischen liegende Pufferzone wird von Truppen der Vereinten Nationen gesichert und ist gekennzeichnet von leerstehenden, verfallenden Häuser und menschenleeren, mit Gras überwucherten Straßen. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel haben seit 2015 wieder an Dynamik gewonnen. Es war dennoch erstaunlich, wie hoch das Interesse der zyprischen Gastgeber an den Fragen der deutschen Wiedervereinigung ist. Mehrfach war Bergner hier als Zeitzeuge gefragt. Über den Wiedervereinigungsprozess tauschte sich die Delegation mit ganz verschiedenen Gesprächspartnern aus. Bereits heute leisten viele bi-kommunale Initiativen wertvolle Arbeit, um auch die Mauern in den Köpfen der Menschen Stück für Stück abzubauen, einige dieser Aktivitäten werden von deutscher Seite finanziell unterstützt. Insbesondere Projekte, die sich für eine gemeinsame Vergangenheitsbewältigung und Aussöhnung einsetzen.
Im Gespräch mit Erzbischof Chrysostomos II (2.v.r.)
Mit Großmufti Talip Atalay und MdB Manuel Sarrazin (B90/Grüne)
Das örtliche Goethe-Institut, wo mehrere Gesprächstermine absolviert wurden.
Die verbotene Zone
Mit dem Außenminister Ioannis Kassoulides (4.v.l.)
In der Diskussion mit zyprischen Studenten.
Kneipe im Grenzgebiet
Grenzschild zum Nordteil der Insel
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